Wir sitzen alle im selben Boot!

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Wir sitzen alle im selben Boot!

In der aktuellen Zeit kann man sich als Selbständige*r schnell verloren fühlen. Fragen wie: „Wie schaffen es andere sich und ihre Unternehmen durch bzw. aus der Krise zu retten?“ tauchen auf und man fühlt sich allein.

Als Coworking Space und somit als Vernetzungspunkt unzähliger Solopreneur*innen und Unternehmer*innen haben wir einen einmaligen Einblick in die verschiedenen Erfahrungswelten. Die folgenden Stellungnahmen zeigen, dass wir alle in einem Boot sitzen, dass Flexibilität mehr denn je entscheidend ist und, dass die Krise das potential hat, Unternehmensstrukturen zu reflektieren und nachhaltig zu verbessern.

Hier die lesenswerten Stellungnahmen in voller Länge. Show some love!

 

Matthias Neitsch, RepaNet

Vom 3-er-Teamwork im Coco zur Home-Office-Vereinzelung – das ist hart. Wir perfektionieren gerade unsere Zoom-Performance, bedauern uns per online-Besprechungen gegenseitig und arbeiten ansonsten weiter wie bisher mit Vollgas an der sozialökologischen Transformation. Die Tagesstruktur fehlt leider sehr, niemand schmeißt einen um 20:15 h aus dem Coco raus, die work-life-balance ist daher grad etwas aus dem Ruder. Und die Plauderpausen mit Eli fehlen. Gefragt wären Coco-Kaffee und Mehlspeisen aus dem 3-D-Drucker und eine echte Eli per Zoom on demand hinter dem virtuellen Coco-Tresen.

 

Monika B. Paitl, communications9

In der aktuellen Situation arbeite ich von zu Hause konzentriert an einem Buch weiter, bleibe, so gut es geht, im aktuellen Moment und plane schon mal geistig, welches Restaurant oder Café ich als erstes aufsuchen möchte, sobald dies wieder möglich ist. Und stelle mir schon jetzt vor, wie dankbar ich sein werde, wenn unser alle Leben wieder Fahrt aufnehmen darf.

 

Richard Windischbacher 

Aufgrund der Corona Krise habe ich mich entschlossen meine Coachings endlich ins Internet zu transferieren. Das betrifft meine Einzelsitzungen als auch meine Workshops. Ich sehe ja in jeder Krise eine Chance und so auch hier.

Ich lerne wieder jeden Tag aufs Neue Dinge, mit denen ich mich sonst in naher Zukunft nicht auseinandergesetzt hätte. Es ist super spannend und ich positiv gestimmt, dass mein Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen wird.

Denn mich gibt es dann analog und digital.

 

Tanja, Die Handletterei

Zu Covid-19: 85% meines bisherigen Incomes aus selbständiger Tätigkeit erzielte ich über Workshops. Für das 1. Halbjahr musste ich drei Workshop-Termine mit insgesamt fast 50 TeilnehmerInnen absagen. Das tut weh. Materialien sind eingekauft, Location gebucht, Catering bestellt, Blumen geordert… Das beste, was ich kurz vor Absage der Termine tun konnte: PROAKTIV auf alle TeilnehmerInnen zugehen – noch bevor der „Lockdown“ ausgesprochen war. Ich habe schnell reagiert, ihnen drei Lösungen angeboten und vorab drei Ersatztermine im Herbst fixiert. Den Termin zu verschieben war eine Möglichkeit. Als zweite Option hatte ich angeboten, „Workshop-Packages“ zu schnüren, damit TeilnehmerInnen zumindest mein Buch und Workshop-Materialien postalisch zugesendet bekommen – dafür bekam man aber nur einen Teil des Workshop-Beitrags zurück. Die dritte Option (davor hatte ich am meisten Angst): Kostenlose Stornierung und die volle Rückerstattung des Beitrags. (Meine festgelegten Stornobedingungen hatte ich aufgrund der Lage über Bord geworfen.)

Das Großartige war, dass die meisten TeilnehmerInnen so positiv angetan waren (weil ich Lösungen parat hatte), sodass der Großteil verschoben und nicht storniert hat. Das war sozusagen der erste Schritt – „Schaden minimieren“, wenn man so will. Im zweiten Schritt habe ich die Zeit des „Lockdowns“ genutzt und meinen Online-Shop auf Vordermann gebracht. Bis dato konnte man nur Workshop-Termine buchen – nun fülle ich den Shop nach und nach mit eigenen Produkten, aber auch „Handelsware“ wie zugekaufte Papeterie-Produkte und Künstlerbedarf. Auch, wenn meine Nebentätigkeit längst nicht mein „Brotjob“ ist, so sind natürlich trotzdem Geld und Risiko im Spiel. Umso mehr freut es mich, dass ich „in der Not“ den nächsten (auch gedanklichen) Schritt gemacht habe. Mit „Die Handletterei“ geht es also weiter – und eigentlich so gut wie noch nie zuvor.

Was lerne ich daraus? Egal ob es um Plattformen für den eigenen Auftritt, Möglichkeiten zur Kommunikation mit KundInnen oder um Distribution der Leistung geht – je breiter und flexibler man aufgestellt ist, desto eher schafft man es in solchen Fällen vermutlich Schaden zu begrenzen. Warum? Weil man einfach in der Lage ist, schnell zu reagieren und das Angebot dorthin „zu shiften“ wo die Nachfrage noch funktioniert.

 

Julia Sirk, Rise Up Agency 

Hi, ich bin Jules, Gründerin der Rise Up Agency in der ich Unternehmer*innen und (zukünftige) Selbstständige dabei unterstütze, sich selbst durch eine gezielte Kombination von Mindmanagement & Selbstmarketing zu verwirklichen.

In letzter Zeit boomte mein Workshop „Success Mindset für Unternehmerinnen“ ganz besonders, ich war sogar bei einer Initiative der Stadt Graz, der Gründungsacademy der Wirtschaftsentwicklungsabteilung als Workshopleiterin dabei und auch Retreats, in denen ich Mindmanagement mit Yoga in Verbindung brachte, hatte eine hohe Priorität für mich. Leider fielen durch die gegebenen Umstände beide Geschäftsbereiche und somit mein Hauptumsatz auf einen Schlag weg.

Ich habe mich allerdings dazu entschlossen, als stark betroffene Einzelunternehmerin trotzdem nicht aufzugeben und mich für Vertrauen statt Angst zu entscheiden. Ich habe sehr an meinem Mindset, meiner persönlichen Einstellung gearbeitet und fokussiere mich nun auf die neuen Chancen, die durch diese Herausforderungen entstehen können. Ich bin dabei, mein Angebot online zu optimieren. Individuelle Mentaltraining Sessions funktionieren jetzt schon online problemlos über Skype oder Zoom. Online Trainingsprogramme werden bald folgen.

Ich möchte die Zeit auch nutzen, um meinen Beitrag in dieser Situation zu leisten, daher habe ich eine Initiative gegründet für mentalen Support in Krisenzeiten.

In der Facebook Gruppe „Rising Mindset für Unternehmerinnen“ unterstütze ich als Dipl. Mentaltrainerin alle Unternehmerinnen, Selbstständige, die ihr Geschäft schließen mussten, Aufträge verloren haben, an Existenzängste leiden bzw. all diejenigen, die gerade einfach etwas ratlos, unsicher und mutlos sind, um nicht aufzugeben.

Jeden Werktag um 09:00 morgens teile ich kurz & knackig mentale Tools, Anregungen und Inputs wie man sich ein Rising Mindset, also eine innere, positive und aufbauende Einstellung aufbaut und aus der Angst, aus dem Drama rauskommt ins Vertrauen und in die Zuversicht.

Lass dich auch empowern unter shorturl.at/cAMOQ
Weiteres Goodie: Individuelle Online Mentaltraining-Sessions gibt’s für die Cocoquadrat Community jetzt um minus 20%.

Let’s rise up together, gerade in solchen Zeiten!

PS: Sharing is caring! Bitte lade alle Freunde, Bekannte oder Kollegen in die Gruppe ein, denen jetzt eine Portion Motivation, Mut und Vertrauen weiterhelfen würden.

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