Wie gehe ich mit Energiefresser um, die mir im Alltag immer wieder begegnen?

960 577 Wolfgang (Cocoquadrat)

Montagmorgen, eine neue Arbeitswoche bricht an. Es warten interessante Termine auf dich, herausfordernde Gespräche und lästige Administrationstätigkeiten. Dein Email-Account wird sich wieder füllen. Unerwartetes wird deinen Terminkalender durcheinanderbringen und neue Chancen werden sich auftun, mit denen du vielleicht nicht mehr gerechnet hast. Kurz und gut eine neue Woche wartet darauf, bewältigt zu werden.

Um diese vielfältigen Herausforderungen gut und erfolgreich bewältigen zu können, braucht es Energie. Oft starten wir die Woche positiv gestimmt und energiegeladen, doch wir merken, wie schon am Dienstag der Energievorrat für die Woche dahinschmilzt wie ein Gletscher in der sommerlichen Mittagssonne.

Vor diesem Hintergrund möchte ich heute auf Energiefresser eingehen, mit denen ich immer zu kämpfen habe und die meinen Energiespeicher zum Schmelzen bringen.

Energiefresser #1: Unklare Ziele und Prioritäten

Von Archimedes stammt das Zitat: „Gib mir einen Punkt, wo ich sicher stehen kann, und ich bewege die Erde mit einer Hand.“

Eine feste Position und Klarheit sind genug um die Welt aus den Angeln zu heben. Je klarer ich weiß, was ich will, was mir wichtig ist, desto fokussierter kann ich meinen Arbeitstag gestalten und desto klarer und überzeugender ist mein Auftreten bei Terminen und Präsentationen.

Wenn dies nicht der Fall ist, werde ich von den Ergebnissen des Tages hin und hergerissen. Ich habe keine feste Position. Ein Telefonat, ein Blick auf meinen Facebook Account bringen mich aus dem Konzept, weil meine Ziele und Prioritäten unklar sind.

Energiefresser #2: Nicht angemessen Nein sagen können

Steve Jobs sagte einmal, Focus ist nichts anderes als konsequent Nein sagen zu können.

Wenn ich meine Ziele und Prioritäten für mich klar definieren kann, weiß ich was heute wichtig ist, was ich heute erledigen möchte und ich weiß vor allem wozu ich nein sagen möchte. Das Internet bietet unendlich viele Möglichkeiten, Chancen und Ablenkungen. Wenn ich nicht angemessen Nein sagen kann, kann ich mich, meine Ziele und Prioritäten leicht aus den Augen verlieren.

Nein sagen ist nicht einfach, weil ich eine Chance verpassen könnte, weil ich jemanden der mir wichtig ist, enttäuschen könnte. Daher neigen wir oft dazu Ja zu sagen, obwohl wir wissen, dass wir keine Zeit haben und uns diese Zusage möglicherweise auch von unserem Kurs abbringen kann. Als Solo- und Entrepreneur ist es nicht möglich Everybodies Darling sein, weil die Zeit und die Ressourcen zu knapp sind. Es kommt darauf an, die richtigen Dinge zu tun und die wenigen Aufgaben, die dich deinen Zielen näher bringen, herauszufiltern und zu allen anderen Aufgaben nein zu sagen.

Die alte Pareto Regel gilt auch hier, 20% deiner Aufgaben, sorgen für 80% deines Outputs.

Angemessen Nein sagen wird dann einfacher, wenn Ziele und Prioritäten klar definiert sind. Nein sagen ist Übungssache, es ist eine Fertigkeit, wie vieles andere, also fang schon morgen damit an.

Energiefresser #3: Unerledigte Aufgaben

Unsere Aufgabenlisten werden immer länger und wenn wir am Abend einen Blick auf die Todo-Liste für den vergangenen Tag werfen, stellen wir fest, dass sich wieder einmal nicht alles ausgegangen ist, dass einige Aufgaben auf der Strecke geblieben sind. Bis zum Ende der Woche kann sich auf diese Art und Weise ein schöner Rückstau an unerledigten Aufgaben ergeben. So wie das Abhacken von Aufgaben auf der Todo-Liste ein Gefühl der Zufriedenheit auslöst, so verfolgen uns unerledigte Aufgaben und kosten uns Energie.

Wie kann das vermieden werden? Realistisch planen! Nimm dir nur soviel vor, wie du auch tatsächlich erledigen kannst. Eine gute Tagesplanung sorgt dafür, dass du am Abend zufrieden den Tag beenden kannst.Warum fällt dass so schwer? Weil ich mir eingestehen muss, dass ich nicht alles schaffen kann, dass ich Grenzen habe, die ich besser respektieren sollte.

Realistisch planen bedeutet auch, bewusst Nein zu sagen. Nein zu sagen zu überzogenen Zielvorstellungen, sich selbst gegenüber, einem Kunden gegenüber oder dem eigenen Chef gegenüber. Wenn ich weiß, dass ich nicht mehr schaffen kann, dann führt kein Weg daran vorbei, dass ich mir das eingestehe oder wenn ich mit jemand anderem meine Ziele und Aufgaben abstimme, ihm dies klar und deutlich zum Ausdruck bringe.

Energiefresser #4: Innere Hektik und Unruhe

• Unklare Ziele und Prioritäten,
• nicht angemessen Nein sagen zu können und
• unerledigt Aufgaben führen zu
• innerer Hektik und Unruhe.

Eine innere Stimme sagt mir, dass es nicht reicht, dass ich heute nicht gut genug war und nicht alles erledigt habe, was ich mir vorgenommen habe. Dieser innere Kritiker kann mir den Tag ordentlich vermiesen und mich viel Energie kosten. Ich komme immer weiter ins Grübeln und fühle mich dann so richtig schlecht.

Was kann dagegen unternommen werden? Ein erster wichtiger Schritt besteht darin, diesen Mechanismus zu erkennen. Wenn du merkst, dass du beginnst, dich selbst zu kritisieren, nimm die Kritik gelassen zur Kenntnis. Schau dann bewusst darauf, was dir heute alles an Positivem gelungen ist, was du alles erledigen konntest.

Sei dir selbst ein guter und wohlwollender Freund.

 

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Wolfgang Bretschko,
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung
Mehr Infos zu Wolfgang Bretschko: www.coco360.at

PS.: Ich blogge zu den Themen, „Design Your Life“, „Vom Manager zum Unternehmer“, „Smart Working“ und „Positiv Work Lifestyle“