Smartphone unter Krolle

Es ist Zeit für ein Update deiner Smartphone Nutzungsgewohnheiten

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Warum du dein Smartphone wie deine Zahnbürste benutzen solltest. Wie du die Kontrolle über dein Smartphone behältst. Warum es Zeit ist für ein Update deiner Smartphone-Nutzungsgewohnheiten.

Von Wolfgang Bretschko

Mein iPhone hat mich wieder einmal penetrant aufgefordert, das nächste Update zu installieren. Jedes Mal, wenn ich auf mein Smartphone blickte, sprang am oberen Rand das Fenster mit dem Hinweis auf. Nach einer Woche war ich mürbe gekocht und habe schlussendlich die neue IOS-Version installiert. Apple hat es wieder geschafft, ein paar neue nützliche Funktionen zu implementieren, die mich dazu verleiten mein iPhone wieder etwas intensiver zu nutzen. Aber wann hast du deine Nutzungsgewohnheiten das letzte Mal upgedatet?

Ein Blogbeitrag auf Medium forderte mich auf, mein Handy wie meine Zahnbürste zu benutzen. Ich fragte mich, was haben mein Handy und meine Zahnbürste gemeinsam? Was soll dieser Vergleich? Nun auf den ersten Blick scheinen mein Handy und meine Zahnbürste nicht sehr viel gemeinsam zu haben. Oberflächlich betrachtet sind beide zumindest nützliche Werkzeuge. Wobei ich meine Zahnbürste nur benutze, solange es notwendig ist. Danach lege ich sie weg, sie hat ihre Aufgabe erledigt. Unser Smartphone ist zwar auch ein Werkzeug, nur benutzen wir es komplett anders als unsere Zahnbürste.

Das Smartphone – mein ständiger Begleiter

Das Smartphone begleitet mich von früh bis spät, es ist mein ständiger Begleiter. Es liegt beim Frühstücken neben mir und ich stecke es ein, wenn ich mich auf dem Weg mache. Bei der Arbeit liegt es immer griffbereit. Am Abend beim Fernsehen liegt es auf dem Sofa. Oft lasse ich mich, eher unbewusst als bewusst durch dieses kleine nützliche Werkzeug ablenken. Mehrmals am Tag fordert das Handy mich auf, es zu benutzen. Es klingelt, es vibriert. Eine neue SMS ist angekommen, am Bankkonto ist eine neue Buchung eingegangen, ich soll aufstehen, es ist Zeit mich zu bewegen.

Kontrollieren wir die Art und Weise wie wir unser Handy nutzen, oder kontrolliert das Handy uns? „Mehrere Studien haben die starke Nutzung von Smartphones (vor allem, wenn sie für soziale Medien genutzt werden) mit negativen Auswirkungen auf das Selbstwertgefühl, die Impulsivität, die Empathie, die Selbstidentität und das Selbstbild sowie mit Schlafproblemen, Angstzuständen, Stress und Depressionen in Verbindung gebracht“, schreibt Catherine Price in ihrem Buch „How to Break Up With Your Phone“. (Zitiert nach Thomas Oppong)

Smartphone-Nutzungsgewohnheiten – bewusst und kontrolliert

Thomas empfiehlt, proaktiv mit E-Mails umzugehen anstatt reaktiv zu sein. Mehr zu lesen, statt endlos in den sozialen Medien zu scrollen. Und selektiv zu sein, was die Quellen unserer  Nachrichten angeht. Niklas kommt in seinem Blogbeitrag zu folgenden Empfehlungen:

  • Deaktiviere fast alle Benachrichtigungen.
  • Eliminiere die Vibrationen.

Die nächsten Ratschläge klingen für mich auf den ersten Blick radikal.

  • Zwinge dich, jedes Mal, wenn du dein Telefon in die Hand nimmst, eine bewusste Entscheidung zu treffen.
  • Verstecke dein Telefon die meiste Zeit des Tages, schaffe es aus dem Blickfeld. Aus den Augen, aus dem Sinn. Wenn es nicht da ist, wirst du es nicht vermissen.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es oft schon hilft, das Handy mit dem Screen nach unten auf die Tischplatte zu legen. Wenn es mit dem Screen nach oben liegt, kann ich einfach nicht anders als hinzugreifen, wenn das Display aktiv wird.

Thomas meint dazu, „Wir gewinnen im Leben, wenn wir die totale Kontrolle über unseren Verstand und die Werkzeuge haben, die wir benutzen. Wir verlieren im Leben, wenn unsere Werkzeuge uns kontrollieren, wir uns aber entscheiden, nichts dagegen zu tun“. Treffend finde ich in diesem Zusammenhang die Aussage des Philosophen Blaise Pascal aus 1654, die Thomas zitiert:

„Alle Probleme der Menschheit rühren von der Unfähigkeit des Menschen her, allein in einem Raum still zu sitzen.“

Die beiden Blogbeiträge und die vermehrte Nutzung meines Handys nach dem letzten Update haben mich wachgerüttelt und aufgefordert über meine Smartphone Nutzungsgewohnheiten nachzudenken.

Das Update für meine Smartphone Nutzungsgewohnheiten

Wie nutze ich mein Smartphone sinnvoll? Kontrolliere ich die Nutzung oder kontrolliert mein Smartphone mich und meinen Tag?

Aktuell kann ich mir mein Leben – oder zumindest meinen Arbeitsalltag – ohne mein iPhone nicht vorstellen. Es hilft mir meinen Arbeitstag effizient zu organisieren. Dabei nutze ich mein Smartphone für drei wesentliche Aufgaben.

  • Notizen erstellen und festhalten
    Die Notes-App ist wahrscheinlich die am meisten genutzte App auf meinem Handy (und Laptop). Ich mache kurze Notizen, bereite Termine vor, halte Ideen fest, schreibe Blogbeiträge, kopiere Zitate.
  • Kommunizieren
    Emails, WhatsApp, SMS und das klassische Telefonat (mit und ohne Video) – ein Großteil meiner täglichen Kommunikation läuft über mein Smartphone.
  • Nachrichten / Social Media checken
    Die meistgenutzten Nachrichtenseiten sind bei mir der Standard, die Zeit, der Guardian und Medium gefolgt von den Social Media Kanälen Facebook, Instagram, LinkedIn.

Warum ich mein Smartphone schätze

Was ich besonders schätze, ist die Diktierfunktion, um zum Beispiel einen Gedanken schnell festzuhalten. Ich nutze die Diktierfunktion um SMS, WhatsApp-Mitteilungen oder Mails zu verfassen oder zu beantworten. Beim Diktieren bin ich einfach deutlich schneller als beim Tippen. Ich empfinde es als besonders hilfreich, dass ich auf alle meine Inhalte, Mails, Notizen, WhatsApp, Bilder, Musik, Dateien sowohl auf meinem Handy als auch auf meinen Laptop zugreifen kann. So kann ich von einem Gerät am anderen nahtlos weiter arbeiten.

Ich merke gerade, dass ich ein wenig ins Schwärmen komme. Gerade deshalb ist es wichtig, nicht im Meer der Möglichkeiten zu versinken oder gar abhängig zu werden. Ich sollte mein Handy wie meine Zahnbürste nutzen, als ein nützliches Werkzeug, das mir hilft, mich besser zu organisieren. Wie sooft geht es darum, dass ich mir der eigenen Nutzungsgewohnheiten bewusst bin bzw. dass ich mir meine Smartphone-Nutzung von Zeit zu ansehe und analysiere.

Ich weiß, dass das Nachrichten-Checken bei mir ausufern kann, daher checke ich Nachrichten bewusst nur zweimal am Tag. Weil ich mich durch das Smartphone leicht ablenken lasse, lege ich es bewusst außerhalb meiner Reich- und Sichtweite, wenn ich konzentriert arbeiten möchte. Es hilft schon, einfach den Screen umzudrehen, sodass er nicht sichtbar.

Checke deine Smartphone-Gewohnheiten und lege für dich fest, wofür und wie du dein Smartphone nutzen möchtest, damit du die Kontrolle behältst und dein Smartphone das bleibt, was es sein sollte – ein nützliches Werkzeug.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Ressourcen:

Your Phone Should Be Like Your Toothbrush
https://medium.com/mind-cafe/your-phone-should-be-like-your-toothbrush-ae8f9ee4bbea

Buchtipp:How to Break Up with Your Phone: The 30-Day Plan to Take Back Your Life (Englisch) Taschenbuch – 13. Februar 2018 von Catherine Price  (Autor)
https://amzn.to/3ptRKbX

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