Nimm dein Leben in die Hand –  Selbstverantwortung in Zeiten von Corona

Selbstverantwortung und Fremdverantwortung
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Über den Unterschied zwischen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung. Wie du Selbstverantwortung leben kannst. Warum risikoloses Leben eine Illusion ist und den Fortschritt hemmt.

Von Wolfgang Bretschko

Die aktuelle Berichterstattung wir wieder von steigenden Infektionszahlen dominiert. Es werden wieder strengere Maßnahmen gefordert. Damit glaubt man die Situation in den Griff zu bekommen. Gleichzeitig wird an die Eigenverantwortung appelliert. Ich frage mich, was nun? Mehr Eigenverantwortung oder doch wieder zurück zur Fremdverantwortung. Was ist der Unterschied zwischen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung?

Könnte es sein, dass die da oben uns nicht trauen? Oder, schlimmer noch, wir (ver-)trauen uns vielleicht selber nicht. Dazu meint Josef Zotter in seinem Blog: „Das mit der Eigenverantwortung ist ja gut und schön, aber es klappt offenbar halt nicht so ganz.“ Vertrauen ist gut, Kontrolle besser?

Irgendwie beschleicht mich bei all dem das Gefühl, dass ich sowieso nichts ändern kann. Ich pendle zwischen Eigenverantwortung und Fremdverantwortung. Was soll ich glauben und was nicht? Ich frage mich, wie gefährlich ist dieses Virus? Was ist notwendig und was nicht? Ich frage mich, soll ich alles so hinnehmen wie es kommt? Soll ich kritischer hinschauen? Soll ich mich dem allgemeinen Corona-Wahnsinn widersetzen?

Was kann in einer solchen Situation helfen?

Die positive Kraft der Selbstverantwortung

Mehr denn je geht es jetzt darum Selbstverantwortung zu leben.  Das bedeutet, ich bilde mir meine eigene Meinung zu den für mich und mein Leben wichtigen Themen. Ich informiere mich und gebe mich nicht mit der Meinung anderer zufrieden. Dazu begebe ich mich aus der eigenen Social Media Blase und schaue über den Tellerrand. Ich akzeptiere, dass es mehr als eine Seite gibt, die ich berücksichtige.

Für die aktuelle Situation rund um Corona bedeutet das, ich beleuchte das Thema von mehreren Seiten. Am vergangenen Freitag habe ich auf Ö1 ein Gespräch von Renata Schmidtkunz mit Martin Haditsch, Facharzt für Hygiene und Mikrobiologie, Infektiologie gehört. Er stellte für mich einen Gegenpol zur allgemeinen Medienberichterstattung dar. In den Medien bekomme ich laufend das Bild eines hoch gefährlichen Virus vermittelt, der Lockdown sei notwendig, gut und alternativlos gewesen.

Ich erinnere mich, dass nach dem Skandal rund um die Hypo Alpe Adria eine unabhängige Expertenkommission die ganzen Vorgänge aufgearbeitet hat. Das was rund um Corona passiert, hat eine Dimension, die weit darüber hinaus geht. Ich wünsche mir, dass eine unabhängige Expertenkommission, die Fragen rund um die Gefährlichkeit des Virus aufklärt. Dass die Notwendigkeit bzw. Alternativlosigkeit des Lockdowns und was danach passiert/e evaluiert wird.

Selbstverantwortung ist mit Risiko verbunden

Es ist anstrengend und bedeutet Arbeit, mich zu informieren und mir meine eigene Meinung zu bilden. Aber ich schaffe damit die Basis, informierte Entscheidungen für mich, mein Unternehmen, mein Leben zu treffen. Ich bin bereit diese zu vertreten und mich zu positionieren. Das macht mich angreifbar. Damit sind Risiken verbunden. Das Risiko gegen den Strom zu schwimmen und anzuecken. Ist das nicht der Kern von Selbstständigkeit und Unternehmertum?

Wenn du ein selbstbestimmtes Leben führen willst, dann bist du gefordert Entscheidungen zu treffen, diese umzusetzen und die Verantwortung für die Folgen zu übernehmen.

Selbstverantwortung ist eine Lebenseinstellung die geprägt ist von

  • Vitalität und Lebendigkeit,
  • Aufbruchstimmung und Unternehmergeist,
  • Selbstvertrauen, Zuversicht und Optimismus.

Das Virus der Fremdverantwortung

Das Gegenteil von Selbstverantwortung ist Fremdverantwortung. Was ist der Unterschied zwischen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung? Ich lasse jemand anderen entscheiden, was ich zu tun habe, bin ein Opfer der Umstände, gegen die ich machtlos bin. Der Gedanke, ich kann ja sowieso nichts ausrichten, wird immer lauter. Ich übernehme die Meinung anderer, ohne viel selbst darüber nachzudenken.

Als der sogenannte Lockdown verkündet wurde habe ich mich wie die meisten gefügt. Ich bin zu Hause geblieben, habe meine sozialen Kontakte reduziert, habe meine Aufgaben im Homeoffice erledigt. Ich habe mir gedacht, es ist wie es ist, ich kann sowieso nichts ändern. Es hat sich eine gewisse Ohnmacht breit gemacht. Nach einer Phase der Resignation ist Verärgerung und Wut in mir aufgestiegen. Neben die Einstellung, „Ich kann sowieso nichts ändern“ hat sich ein zweiter Gedanke gesellt, „Jetzt erst recht, so einfach lasse ich mich nicht unterkriegen“. Es war ein innerer Monolog zwischen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung.

Fremdverantwortung ist ein Teufelskreis aus

  • Ohnmacht und Resignation,
  • Flucht- und Verdrängungsimpulse,
  • Trägheit und jeder Menge Wut.

Die typischen Verhaltensweisen der Fremdbestimmung sind:

  • Jammern und klagen, wie ungerecht die Welt ist.
  • Einen Schuldigen an der Misere suchen (die Politiker, die Banken, die Ausländer, die EU).
  • Flucht in Unterhaltung und Süchten (Internet, Serien, Filme, Fernsehen, Computerspiele, Shopping, Alkohol, Essen, Spielen).

Denken, Planen, Tun und Ruhen

Um aus der Falle der Fremdverantwortung in die Selbstverantwortung zu kommen schaue dir dein Denken, Planen, Tun und Ruhen an. Mache dir den Unterschied zwischen Selbstverantwortung und Fremdverantwortung klar.

  • Verabschiede dich von Glaubenssätzen, mit denen du dich zum Opfer der Umstände machst.
  • Plane kleine Schritte, wie du deine Situation kontinuierlich besser in den Griff bekommst.
  • Komme täglich ins Handeln, ins Umsetzen.
  • Kopple dich immer wieder ab vom Strom der negativen Informationen.
  • Konsumiere bewusst und nicht dauernd.
  • Verbringe Zeit in der Natur oder mit Freunden, die dich motivieren.

Als Solopreneur, als Unternehmerin bist du Hauptdarsteller und Regisseur deines Lebens. du bist für dich und deine Entscheidungen verantwortlich. Du entscheidest welches Projekt du angehst, welche Aufgaben du heute erledigen willst. Du bist kein Opfer der Umstände. Das heißt nicht, dass du unabhängig von den äußeren Rahmenbedingungen agieren kannst. Das heißt nicht, dass du alle Probleme mit Selbstverantwortlichkeit lösen kannst. Auch wenn ich mein Leben selbstverantwortlich lebe bin ich nicht immun gegen Krankheiten, Viren und Schicksalsschlägen. Die entscheidende Frage ist, wie du damit umgehst.

Die Illusion des risikolosen Lebens

Der aktuelle Zeitgeist scheint mir stärker in Richtung Fremdverantwortung, denn zur Selbstverantwortung zu tendieren. Es wird die Illusion vermittelt, Leben sei risikolos möglich. Jedes Risiko soll ausgeschalten, vermieden werden. Jeder sichert sich in jede Richtung ab. Und sofern noch ein Restrisiko besteht, wird eine Versicherung gesucht. So ist weder Unternehmertum noch Innovation und Fortschritt möglich.

Gerne kannst du den Blogbeitrag teilen oder kommentieren.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Vieles wurde schon gedacht und gesagt. Hier findest du die Quellen und Ressourcen die mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert haben:

Ressourcen:
Buchtipp:
Martin Sprengler, „Das Corona-Rätsel. Tagebuch einer Pandemie“, Seifert Verlag 2020

Internet:
Selbstverantwortung – Nimm Dein Leben selbst in die Hand!
https://www.praxis-auxilium.de/selbstverantwortung

Die Corona-Frage der Selbstverantwortung
https://www.zotter.at/blog/die-corona-frage-der-selbstverantwortung

Selbstverantwortung: wie du dein Leben in die Hand nimmst
https://zeitzuleben.de/selbstverantwortung/

 

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