Warum unternehmerischer Erfolg mehr Handeln und weniger Beschäftigung braucht.

Unternehmerischer Erfolg braucht mehr Handeln
550 210 Wolfgang (Cocoquadrat)

Wie dir die Unterscheidung zwischen Beschäftigung und Handeln zu mehr Produktivität und Kreativität verhelfen kann. Warum unternehmerischer Erfolg mehr Handeln und weniger Beschäftigung braucht. Je öfter du unmittelbar ins Handeln kommst, desto erfolgreicher wirst du und weniger Zeit brauchst du.

Zu welchem Typ Mensch zählst du? Wann bist du am produktivsten und kreativsten? Ich bin ein Morgenmensch. Ich stehe sehr gerne früh auf und bin am Vormittag am produktivsten. Da habe ich Energie und Lust mich meinen Aufgaben zu widmen. Am Nachmittag fällt mir die Erledigung von Aufgaben schwerer und meine Produktivität und Kreativität sinken deutlich ab. Unlängst habe ich mich am Nachmittag mit der Key Word Recherche und Themensuche für meinen nächsten Blog Beitrag beschäftigt. Ich bin im wahrsten Sinn des Wortes 3 Stunden im Internet versunken. Das war unbefriedigend, ich hatte das Gefühl weder produktiv noch kreativ gewesen zu sein und meine Zeit verplempert zu haben. Doch was braucht es für unternehmerischen Erfolg?

Das war Grund genug, mich näher damit zu beschäftigen. Ich habe mir die Frage gestellt, was der wesentliche Unterschied zwischen meinen Vormittagen und Nachmittagen ist? Dabei ist mir eine Unterscheidung eingefallen, die James Clear in seinem Buch „Die 1 % Methode“ beschreibt. Und zwar der Unterschied zwischen Beschäftigung und Handlung.

„Beide Begriffe (Beschäftigung und Handeln) scheinen das Gleiche zu meinen, doch das täuscht. Beschäftigung bedeutet, dass Sie planen, Strategien entwerfen und lernen. All das ist gut, führt jedoch nicht zu einem Ergebnis. Handeln dagegen ist ein Verhalten, das zu einem Ergebnis führt. Wenn ich zwanzig Ideen für Artikel skizziere, die ich schreiben möchte, bin ich beschäftigt. Wenn ich mich tatsächlich hinsetze und einen Artikel verfasse, ist das Handeln.“

Plötzlich wurde mir klar was der Unterschied zwischen meinen Vormittagen und Nachmittagen ist. Am Vormittag handle ich und erledige Aufgaben. Ich verfasse Mails, ich tätige Anrufe. Am Nachmittag beschäftige ich mich oft mit Themen und recherchiere im Internet. Der wesentliche Unterschied ist, dass ich am Nachmittag weniger umsetze und mich meistens weniger produktiv fühle. Meine Produktivität und Kreativität hängt wesentlich davon ab, ob ich zielgerichtet handle oder mich unspezifisch mit einem Thema oder einer Aufgabe beschäftige.

Warum ist die Unterscheidung zwischen Beschäftigung und Handlung überhaupt wichtig?

Weil unternehmerischer Erfolg auf Handeln beruht. Es reicht nicht aus, wenn wir uns, als Solopreneur, als Unternehmerin mit einem Thema, einer Aufgabe intensiv beschäftigen. Erfolgreich werden wir, wenn wir ins Handeln kommen. Umsatz erzielen wir, wenn wir handeln bzw. umsetzen und tun. Als Selbstständige bzw. als Unternehmerin werden wir nicht für die Beschäftigung mit einem Thema bezahlt, sondern für die konkreten Ergebnisse unseres Handelns.

Manchmal macht es Sinn sich mit einem Thema intensiv zu beschäftigen und zu recherchieren. Dabei sollten wir immer im Hinterkopf behalten, ergebnisorientiert zu agieren. Die Frage: Was soll das Ergebnis meiner Beschäftigung sein?, kann sehr hilfreich sein? Ein Mail, ein Blogbeitrag, ein Konzept für einen neuen Workshop, das Design für ein neues digitales Produkt. Die Beschäftigung allein führt nicht automatisch zu einem verwertbaren Ergebnis. Ein verwertbares Ergebnis ist etwas, das konkret hilft Umsatz zu generieren oder Kosten zu sparen und damit einen Beitrag zu meinem Geschäftserfolg leistet. Optimaler Weise sollte Beschäftigung in ein konkretes Ergebnis mit einer konkreten Aktion münden. Dann mündet die Beschäftigung in einer Handlung.

Es gibt nichts Gutes außer man tut es.

Warum lieben wir die Beschäftigung und meiden das Handeln?

Wenn ich nicht genau weiß, was ich tun soll, wie ich eine Aufgabe angehen soll, dann vermittelt mir die Beschäftigung damit das Gefühl, etwas zu tun. Das ist auch okay. In diesem Fall sollten wir uns bewusst sein, dass lediglich die Vorbereitung für eine Handlung vorliegt. Manchmal dient allerdings die Vorbereitung dazu, das Handeln aufzuschieben. Die Beschäftigung mit einem Thema hat den Vorteil, dass wir uns nicht exponieren müssen und wir das Risiko des Scheiterns vermeiden. Solange ich mich mit einem neuen Produkt beschäftige und es nicht online stelle, kann ich nicht scheitern. Sobald das Produkt online ist, sehe ich, wie es angenommen wird, oder auch nicht. Solange ich ein Angebot an einen Kunden nicht abschicke, kann der Kunde nicht ablehnen. Die Kehrseite davon: der Kunde kann nicht zusagen. Produkte, die nicht online sind, können keinen Traffic generieren und gekauft werden.

Nur geschriebene Bücher werden veröffentlicht und verkauft.
Die Idee zum Buch ist noch kein Bestseller  und erzielt keinen Umsatz.

Wenn wir nicht genau wissen, wo wir anfangen sollen, macht es Sinn, einfach anzufangen und sich mit dem Thema zu beschäftigen. Trotzdem sollten wir uns klar machen, was wir erreichen wollen. Ich habe festgestellt, je klarer bin bin, desto mehr bringe ich weiter, desto mehr kann ich bewegen.

Wann beschäftigst du dich und wann handelst du?

Je konkreter du eine Aufgabe beschreiben kannst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ein verwertbares Ergebnis erzielen wirst. Ich habe festgestellt, dass es einen Unterschied macht, ob ich mir vornehme im Internet für meinen nächsten Blogbeitrag zu recherchieren, oder ob ich mir vornehme das Thema für den nächsten Blogbeitrag zu finden und dafür im Internet zu recherchieren. Oft sind es kleine Änderungen, im Wording und im Mindset, die zu spürbaren Veränderungen führen.

Bevor du dich mit einem Thema beschäftigst überlege dir, was genau die Aufgabenstellung ist und was das Ergebnis deiner Beschäftigung sein soll. Es schadet nicht, sich von Zeit zu Zeit einfach nur zu beschäftigen, wichtig ist, dass dir der Unterschied bewusst ist.

Zusammenfassung – was du mitnehmen kannst:

  • Achte auf den Unterschied zwischen Beschäftigung und Handeln.
  • Definiere deine Aufgaben so konkret wie möglich.
  • Oft sind es kleine Veränderungen, die dazu beitragen, dass deine Produktivität und Kreativität steigt.
  • Richte das Ergebnis deiner Handlungen darauf aus, Umsatz zu generieren oder Kosten zu sparen.
  • Wenn du handelst exponierst du dich. Du kannst scheitern, aber du schaffst die Basis für deinen unternehmerischen Erfolg.

Je öfter du unmittelbar ins Handeln kommst,
desto erfolgreicher wirst du und desto weniger Zeit brauchst du für die Erledigung deiner Aufgaben!

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Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Da alles schon gedacht und gesagt wurde, hier die Quellen und Ressourcen die mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert haben:

Clear, James. Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen – Mit Micro Habits zum Erfolg (German Edition) Goldmann Verlag

Mach dich fit für das Abenteuer Selbstständigkeit:

Solopreneur Breakfast
Treffpunkt, jeweils am 1. Dienstag im Monat. Via Zoom und vor Ort in Wien oder Graz.
Ein kurzer Impuls dient jeweils als Anregung zum Diskutieren und gegenseitigen Vernetzen.
Um dabei zu sein, melde dich an. Teilnahme gratis!
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1 Frage – 25 Minuten – 1 Lösungsansatz
Jeden Mittwoch – Online – Die erste Einheit ist gratis!
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