4 Tipps, wie du mit Selbstvertrauen deine Ängste bewältigen kannst

Vertrauen schlägt Angst
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Die Angst ist ein treuen Begleiter, der sich nicht so leicht abschütteln lässt. Woher kommt die Angst? Was hilft gegen Angst? Welche Rolle spielt dein Selbstvertrauen? Über den Umgang mit Angst und Vertrauen.

Von Wolfgang Bretschko

Stell dir vor es ist Corona und keiner hat Angst davor. Wie reagierst du aktuell, wenn dir jemand an der Supermarktkasse zu nahe kommt? Was ist der erste Gedanke, wenn in der Straßenbahn hinter dir jemand hustet? Spürst du ein unangenehmes Gefühl in der Magengegend? Gehst du auf Abstand? Keine Angst, das wird kein Blogbeitrag, indem ich die Gefahren des Virus verharmlosen oder relativieren möchte. Die Angst vor dem Virus ist da und lässt sich nicht einfach ablegen. Viele Menschen haben aktuell Angst vor der sich ausbreitenden Coronapandemie. Die Angst ist zu einem treuen Begleiter geworden, der sich nicht so leicht abschütteln lässt. Woher kommt die Angst? Was hilft gegen Angst? Welchen Umgang mit Angst und Vertrauen braucht es?

Wenn du mit dem Gedanken spielst dich selbstständig zu machen oder du bereits selbstständig tätig bist, dann sind dir wahrscheinlich einige der folgenden Ängste vertraut:

  • Die Angst zu scheitern.
  • Die Angst, dass dein Geschäftskonzept nicht einzigartig ist, nicht gut genug ist.
  • Die Angst vor dem Blick auf den Kontostand.
  • Die Angst vor dem nächsten Gespräch mit der Bank, dem nächsten Kunden, einem potentiellen Investor.
  • Die Angst nein zu sagen.
  • Die Angst auf der Bühne zu stehen.
  • Die Angst, einfach nicht gut genug zu sein.
  • Die Angst vor Überforderung und Burnout.
  • Die Angst vor der Unsicherheit.
  • Die Angst………

Diese Liste ließe sich noch problemlos erweitern. Deiner Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Die Phantasie ist eine Quelle die unendlich sprudelt.

Wie umgehen mit diesen Ängsten? Was hilft gegen Angst? Welchen Umgang mit Angst und Vertrauen braucht es?

Die Perspektive wechseln

Zunächst einmal ist die Angst ein unangenehmes Gefühl, das in uns hochkommt. Wie bei allen Gefühlen nehmen wir eine gedankliche Einordnung und Bewertung vor. Das geschieht oft automatisch, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Welche Gedanken wir uns darüber machen liegt in unserem Ermessen. Wir entscheiden welchen Stellenwert wir dem Gefühl der Angst geben. Was für mich heute einer Katastrophe gleichkommt, kann für jemanden in einem Entwicklungsland nicht einmal der Rede wert sein. Wenn ich meine Situation mit der Situation meiner Urgroßeltern oder noch früherer Generationen vergleiche, werde ich wahrscheinlich zu einer anderen Bewertung meiner Angst kommen.

Die Perspektive wechseln bedeutet meine aktuelle Bewertung zu hinterfragen. Das kann ich für mich alleine tun. Hilfreicher ist es mit einem Freund oder Kollegen darüber zu reden. Denn den inneren Dialog mit mir selbst zuführen, birgt die Gefahr in sich, dass ich mich in meinen eigenen Gedankengängen verliere. Wenn ich zu wenig Distanz habe fehlt mir der klare Blick auf die Situation. Da hilft ein Freund oder Kollege, der die Dinge aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Die eigenen Erwartungen hinterfragen

Oft sind es die eigenen Erwartungen, mit denen ich mich in eine Situation manövriere, die mir Angst macht. Wenn ich mir unrealistische Ziele stecke, laufe ich Gefahr mich zu überfordern und bin schnell in der Situation, dass ich Angst vor dem Scheitern oder Burnout habe. Auch in dieser Situation hilft es die eigenen Erwartungen zu hinterfragen entweder selbst oder (wiederum) mit einem Freund.

Der wesentliche Punkt ist: Ich brauche die Angst nicht einfach nur hinnehmen. Ich kann sie hinterfragen und damit für mich bearbeitbar machen.

Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird

Die Erfahrung hat mich gelehrt, dass es meistens nicht so schlimm kommt, wie ich es mir in meinen Gedanken ausgemalt habe. In aller Regel hilft es, den Stier bei den Hörnern zu packen und sich in die Situation, die Angst macht zu begeben. Habe ich Angst vor einem schwierigen Gespräch, kann ich mich darauf vorbereiten. Ich kann mir klar werden, welches Ziel ich bei dem Gespräch verfolge. Ich kann meine Optionen und Möglichkeiten abwägen. Und ich kann meine Erwartungen abstecken und realistisch abschätzen. Dann begebe ich mich in die Situation, das Gespräch. Je öfter ich das tue, desto routinierte werde ich. Desto mehr wird das Vertrauen in meine Fähigkeiten wachsen.

Der stärkste Verbündete gegen die Angst ist das Vertrauen

Es gab eine Zeit, da hatte ich beim Fliegen, beim Starten und beim Landen immer ein leicht mulmiges Gefühl. Ich habe dieses Gefühl hinterfragt und einiges über meinen Umgang mit Angst und Vertrauen gelernt. Ich bin zum Schluss gekommen, dass ich einfach darauf vertraue, dass der Pilot seinen Job bestmöglich machen wird. Dass das Flugzeug bestmöglich gewartet ist und dass auch die Flugsicherung ihren Job macht. Mir ist klar geworden, dass ich auf das Zusammenspiel dieser Akteure vertrauen muss und kann. Wenn ich fliegen will, habe ich keine andere Wahl. Ob ich Angst habe oder nicht, ob ich ein mulmiges Gefühl habe oder nicht, ich kann an der aktuellen Situation nichts ändern. Ich kann die Situation nicht zu 100% kontrollieren, das ist unmöglich. Wenn ich dieses Vertrauen nicht aufbringen kann, darf ich nicht fliegen.

Wir alle können unser Leben nicht zu 100 % kontrollieren. Wir müssen darauf vertrauen, dass wir in einem Umfeld leben, das uns grundsätzlich nicht feindlich gesinnt ist. Und so wie ich dem Piloten, dem Servicetechniker, dem Fluglotsen vertraue, kann ich auch mir vertrauen, dass ich für auftretende Probleme eine Lösung finden werde.

Die Angst signalisiert mir, dass es ein Problem geben könnte und dass ich nach einer Lösung suchen sollte. Mein Selbstvertrauen gibt mir die Sicherheit, dass ich eine Lösung für das Problem finden werden.

Du hast die Wahl, dich von deiner Angst beherrschen zu lassen, oder du beherrscht deine Angst.

Stell dir vor es ist Corona……

Ich habe diesen Blogbeitrag mit Corona begonnen, ich möchte den Beitrag auch damit enden lassen. Das Virus hat innerhalb von ein paar Monaten die Welt, wie wir sie kennen aus den Angeln gehoben. Wir sind aktuell mehr denn je auf Vertrauen angewiesen. Wir sollten Virologen vertrauen, die wir bis vor kurzen nicht gekannt haben. Wir sollten Politikern vertrauen, die massiv in unser Leben eingreifen und damit unsere wirtschaftliche Existenz gefährden. Wir sollten Medien vertrauen, dass sie uns objektiv mit den notwendigen Informationen versorgen. Dieses Vertrauen könnte uns vor den Ängsten, die dieses Virus auslöst, schützen. Warum tut es das aktuell nicht?

Mir fällt dieses Vertrauen aktuell schwer. Als intensiver Zeitungsleser habe ich aktuell das Gefühl, dass es zu diesem Thema keine objektive Berichterstattung gibt. Ich frage mich, ob ich manipuliert werde. Wenn ich meine Meinung äußere, sei diese nun zutreffend ist oder nicht, habe ich Angst als „Verharmloser“ hingestellt zu werden. Diese Sorgen und Ängste sind ein Signal für mich.

Gerne kannst du den Blogbeitrag teilen oder kommentieren.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Vieles wurde schon gedacht und gesagt. Hier findest du die Quellen und Ressourcen die mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert haben:

Ressourcen:

Die Zeit: Wird schon gut gehen, oder?
https://www.zeit.de/2020/23/vertrauen-wissenschaft-technik-philippe-petit-seiltaenzer

Die Zeit: „Angst zu haben, ist reine Zeitverschwendung“
https://www.zeit.de/wissen/2020-08/stoizismus-william-irvine-philosophie-pandemie-glueck-stoa

Blog: Die häufigsten Ängste vor der Selbständigkeit.
https://www.persoenlichkeits-blog.de/article/114721/selbstaendigkeit-angst

Blog: 21 Ängste, die ich loslassen musste, um erfolgreich selbstständig zu sein
https://lillikoisser.at/aengste/

Blog: So könnt ihr in einer Krise euer Selbstvertrauen stärken
https://www.jimdo.com/de/magazin/selbstvertrauen-staerken-selbststaendige/

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Treffpunkt, jeweils am 1. Dienstag im Monat. Via Zoom und vor Ort in Wien oder in Graz.
Ein kurzer Impuls dient jeweils als Anregung zum Diskutieren und gegenseitigen Vernetzen.
Um dabei zu sein, melde dich an. Teilnahme gratis!
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1 Frage – 25 Minuten – 1 Lösungsansatz
Jeden Mittwoch – Online – Die erste Einheit ist gratis!
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