Motivation tanken, wie geht das? [4 einfache Tipps]

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Können wir unsere Motivationstanks immer wieder rechtzeitig auffüllen, sodass wie wir nicht auf Reserve fahren müssen? Können wir lernen unsere Motivationsniveau zu steuern und möglichste hoch zu halten. Ist es möglich Motivation wie Bitcoins zu schöpfen? Wie geht das? Was braucht es dafür?

Von Wolfgang Bretschko.

Als ich über das Thema Motivation nachdachte, ist mir folgende Aussage eingefallen: „Mit Motivation geht vieles leichter, doch ohne sie kommst du auch weiter“.

Ich weiß nicht, woher ich diesen Spruch habe. Ich bin der Meinung, dass fast alles schon gedacht und das meiste auch schon publiziert wurde. Im Zweifelsfall ist die Aussage daher nicht von mir, sondern ich habe sie irgendwo aufgeschnappt. Es ist zweifellos so, dass wir bei der Arbeit, im Beruf und generell im Leben auch ohne Motivation weiter kommen. Es wäre geradezu erschreckend, wenn es anders wäre und wir immer darauf warten müssten, dass wir motiviert sind, um mit Dingen zu beginnen.

Was ist Motivation?

Motivation ist für mich ein flüchtiges Gefühl, das immer wieder mal vorbeischaut und das so schnell wie es da ist auch wieder verschwinden kann. Sie ist eine Energiequelle, aus der ich schöpfen kann. Rein quantitativ betrachtet sind bei mir die Zeitfenster ohne Motivation am Tag größer als jenen mit Motivation. Dahinter versteckt sich eine positive Erkenntnis: Ich kann  auch produktiv und kreativ sein, wenn ich gerade nicht motiviert bin. Trotzdem ist es so, dass eine Portion Motivation das Arbeiten erleichtert. Die Erledigung von Aufgaben fällt leichter. Wenn ich motiviert bin, werden Probleme nicht einfach größer, sondern eine Lösung ist schnell gefunden und sie motiviert mich zum Weitermachen.

Selten bin ich übermotiviert, was ich eher als Luxusproblem erachte. Vor diesem Hintergrund frage ich mich, ob wir Motivation tanken können.

Emanzipiere dich von deiner Motivation.

Bevor ich mich den Möglichkeiten Motivation zu schöpfen und zu speichern widme, möchte ich ein kurzes Plädoyer für die Emanzipation von Motivation halten. Es mag etwas paradox klingen, doch je unabhängiger du dich von der Energiequelle Motivation machst, desto freier kannst du über sie verfügen und desto mehr Motivation wirst du haben. Wie machst du dich von deiner Motivation unabhängig?

Die Lösung klingt einfach. Entwickle ein solides Set an täglichen Routinen. Versuche für deine wichtigsten Aufgabe Routinen bzw. fixe Abläufe zu entwickeln. Was ist eine Routine?

Eine Routine ist eine vorab festgelegt Abfolge von Arbeitsschritten, die dir hilft eine Aufgabe zügig abzuarbeiten. Ich habe gelernt, für viele wiederkehrende Tätigkeiten eine Schrittfolge der Abarbeitung zu entwickeln. Ob die Bearbeitung meiner Mailbox, oder das Schreiben eines Blogbeitrages, für beides habe ich einen Prozess entwickelt. Es handelt sich um ein Kochrezept. Es hilft mir ins Tun zu kommen und dranzubleiben. Auch wenn ich nicht motiviert bin oder wenn ich wenig Energie und Lust habe. Damit spare ich Motivation und Energie für jene Tätigkeiten, die mehr Aufmerksamkeit brauchen, bei denen es stärker auf Kreativität ankommt.  Die Routinen, die ich für das Blogschreiben entwickelt habe, verschaffen mir den Freiraum den ich benötige, um kreativ dran zu bleiben.

Wenn du dich so organisiert hast, dass du einen großen Teil deiner Aufgaben auch ohne Motivation gut bewältigen kannst, kannst du bewusst darauf achten, wie und was dich motiviert. Du kannst beginnen Motivation zu schöpfen.

Lade deine Motivationsspeicher laufend auf.

Du fragst dich wie? Dein Tun füllt deinen Motivationsspeicher. Immer wenn du mit einer Aufgabe beginnst und eine Zeit lang dranbleibst, kannst du Motivation schöpfen und deinen Speicher auffüllen. Als ich mit dem Schreiben dieses Blogbeitrages begonnen habe, war ich nicht sonderlich motiviert. Von meiner Zeiteinteilung nicht gerade optimal geplant, ist die Verfassung des Blogbeitrages die letzte Aufgabe des heutigen Tages. Da der Beitrag morgen fertig sein soll, habe ich allerdings keine wirkliche Alternative. Also beginne ich mit der Recherche im Internet. Mache mir ein paar Notizen, entwerfe eine Storyline, beginne mit dem Verfassen des ersten Absatzes. Es ist ein Entwurf, alles ist erlaubt, Routine. Inzwischen schreibe ich eine Stunde am Beitrag, und ich spüre, dass ich mit jedem Satz motivierter werde und meine Schreibgeschwindigkeit zunimmt. Ich bin froh, dass ich angefangen habe. Die Unlust ist gewichen, das flüchtige Gefühl der Motivation macht sich breit.

Im Tun entsteht Motivation.

Hol dir vergangene motivierende Moment zurück.

Die Erfahrung lehrt mich, dass ich selten Lust habe mit dem Schreiben des Blogbeitrages zu beginnen. Ich weiß aber, dass ich nach einer Stunde froh sein werde, begonnen zu haben und motiviert sein werde weiterzumachen. Diese Erfahrung kann ich mir zunutze machen. Ich kann mir zu Beginn das angenehme Gefühl der Motivation in Erinnerung rufen, dass ich beim Verfassen des letzten Blogbeitrages hatte.

Wenn ich vor einer lästigen oder schwierigen Aufgabe stehe, kann ich mir eine ähnliche Situation in Erinnerung rufen, die ich erfolgreich bewältigt habe. Ich kann mich an dieses Gefühl erinnern und mir diese Erinnerung zunutze mache. Das funktioniert besonders gut, wenn du immer, wenn dir etwas besonders gut gelingt, wenn du mit der Erledigung einer Arbeit zufrieden bist, bewusst einatmest und dem positiven Gefühl 3 Sekunden nachspürst. Du kannst das Gefühl damit verankern und es so leichter wieder verfügbar machen, wenn du es brauchst. Immer dann, wenn aktuell keine Motivation spürbar ist oder du vor einer schwierigen Aufgabe stehst.

Plane motivierende Situationen in deinen Tagesablauf ein.

Als Solopreneur*in bist du weitestgehend selbst für deine Tagesplanung und deinen Terminkalender verantwortlich. Du verteilst die Aufgaben und Aktivitäten über den Tag. So wie eine gelungene Abendeinladung wesentlich von der Abfolge deiner Gerichte anhängt, so lebt ein motivierender Tag von der Abfolge der Termine und Aktivitäten.

Versuche bewusst eine Woche auf deine tägliche Termin- und Aufgabenverteilung zu achten. Welche Termine motivieren dich? Was kostet dich Energie? Gehen dir bestimmte Aufgaben leichter von der Hand? Wann bist du besonders produktiv und kreativ? Wann brauchst du Pausen, wann kannst du dich bei Routinetätigkeiten ausrasten?

Ich habe für mich herausgefunden, dass ich die wichtigen und lästigen Aktivitäten möglichst zu Beginn des Arbeitstages einplanen und erledigen sollte. Termine oder Routinetätigkeiten erledige ich am Nachmittag, weil ich dafür weniger Energie brauche. Außerdem sorgt die Erledigung der wichtigen und lästigen Aufgaben am Vormittag für eine Motivationsschub, sodass ich für den Nachmittag wieder Energie habe.

Schlussfolgerungen

  • Motivation ist KEIN Zufallsprodukt.
  • Du kannst deinen Motivationsspeicher durch dein Tun immer wieder aufladen.
  • Motivierende Momente kannst du bewusst speichern und verankern, damit du sie wieder aktivieren kannst, wenn du sie brauchst.
  • Motivation lässt sich planen. Gestalte deine Tage so, dass du motivierende Termine und Aufgaben gut über den Tag verteilst.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

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