Mein Jahresmotto für 2021: Kleiner, Stiller, Weniger

Jahresmotto 2021
1080 567 Wolfgang (Cocoquadrat)

Du hast 2020 schon abgeschrieben? Wirf die Flinte nicht zu früh ins Korn. Vielleicht können wir aus 2020 doch noch Positives mitnehmen, etwas, dass sich als Jahresmotto für 2021 eignet. Lass dich überraschen.

Jetzt neigt sich dieses Jahr tatsächlich dem Ende zu. Es war ein in jeder Hinsicht außergewöhnliches und lehrreiches Jahr. Weihnachten und Silvester stehen vor der Tür. Es werden andere Weihnachten werden, kleiner, stiller, mit weniger Geschenken. Der Silvesterabend wird ein anderer sein, kleiner, stiller, mit weniger Raketen. Diese drei Worte kleiner, stiller, weniger passen insgesamt sehr gut zu 2020. Passen sie vielleicht als Jahresmotto für 2021?

2020 war ein Jahr, das wie jedes Jahr, mit großen Erwartungen begonnen hat. Im März wurden die großen Erwartungen von einem kleinen Virus angegriffen. Von einem Tag auf den anderen ist unsere Welt kleiner geworden, ist es stiller geworden. Die Kontakte sind weniger geworden. Kleiner, stiller, weniger.

Wenn ich in mich hinein höre, hinterlassen diese drei Wörter weder einen schalen Beigeschmack noch einen negativen Nachhall. Ganz im Gegenteil, kleiner, stiller, weniger, diese drei Worte erzeugen eine positive Grundstimmung. Wenn ich an das Gegenteil denke: größer, lauter und mehr, weiß ich warum. Größer, lauter, mehr ist keine attraktive Alternative.

Kleiner, stiller, weniger

  • Kann aus kleiner, stiller, weniger ein Jahresmotto für 2021 werden?
  • Wie könntest du davon profitieren und aus 2020 noch etwas Positives mitnehmen?
  • Wie kannst du dieses kleiner, stiller, weniger in deinen Geschäftsalltag einfließen lassen?

Prioritäten setzen und leben

Zu den wesentliche Erfolgsfaktoren im Wirtschaftsleben gehört es Prioritäten zu setzen. Das Priorisieren hat viele positive Effekte, Wirkungen und Nebenwirkungen. Zu den positiven Effekten gehört, dass ich mich auf die Erledigung von wenigen, wichtigen Aufgaben konzentrieren kann. Es führt dazu, dass ich mehr Zeit für die Erledigung habe. Es steigt die Qualität. Und ich bin zufriedener mit mir und meiner Arbeit. Wenn ich weniger Aufgaben zu erledigen habe und diese öfter erledige, werde ich routinierter. Dies führt dazu, dass ich Stück für Stück besser werde in dem was ich tue.

Durch das Priorisieren setze ich einen positiven Kreislauf in Bewegung. Nichts motiviert mehr als die eigene Selbstwirksamkeit zu erleben. Die Befriedigung zu spüren, wenn ich eine Aufgabe gut und erfolgreich erledigt habe. Lieber weniger Aufgaben vornehmen und diese mit Engagement und Energie angehen und erledigen.

Von Peter Drucker stammt der Ausspruch:

„Es gibt sicher nichts so Unnützes, als mit großer Effizienz das zu tun, was gar nicht getan werden sollte.“

Eine überfüllte To-do Liste ist der beste Hinweis darauf, dass es Zeit wird Prioritäten zu setzen. Der Jahreswechsel ist ein wunderbarer Zeitpunkt, um deine To-Do Liste radikal auszumisten. Solltest du sie digital führen, dann lösche jene To-dos die älter als ein Monat sind einfach aus deiner Liste. Sie hatten bis jetzt keine Priorität und sie werden keine Priorität bekommen.

Rund um den Jahreswechsel legen wir unsere Ziele für das nächste Jahr fest. Wenn du deine Ziele für 2021 festlegst, priorisiere sie als nächstes. Wenn du mehr als fünf Ziele für 2021 hast, verabschiede dich von den überzähligen Zielen. Fokussiere dich auf die wichtigsten drei bis maximal 5 Ziele für 2021.

Öfter nein sagen

Die Fähigkeit nein sagen zu können, ist meines Erachtens eine Grundvoraussetzung dafür Prioritäten setzen zu können und gut zu leben. Nein sagen fällt uns heute besonders schwer, weil wir in einer Zeit leben, in der alles möglich scheint. Noch nie gab es so viele Möglichkeiten, unsere Zeit zu verbringen. Es gab noch nie so viele Optionen unser Geld auszugeben. Wir werden ständig mit neuen Angeboten konfrontiert. Von außen werden kaum Grenzen gesetzt.

Dies führt dazu, dass wir die Qual der Wahl haben. Soll ich morgens meine E-Mails checken oder mein Tagebuch schreiben? Was gibt es Neues bei Facebook. Habe ich womöglich etwas versäumt. Wir können nicht alles, was wir wollen, auf einmal tun. Wir müssen eine Auswahl treffen. Sehr oft beschleicht uns dabei das Gefühl etwas zu versäumen. Eine Option, ein Angebot erscheint besonders attraktiv. Wir könnten etwas Neues lernen. Wir könnten mehr Umsatz machen. Nein sagen fällt schwer.

Gerade in so einem Umfeld ist es überaus wichtig nein sagen zu können. Die eigenen Prioritäten klar zu haben.

Keep it simple und smart

Ich kann mich sehr gut an viele Reorganisationsprojekte erinnern. Bei den meisten ging es darum, Prozesse und Abläufe neu zu organisieren. Oft wurde reorganisiert, um aktiv und innovativ zu wirken. Im Rahmen eines dieser Projekte hat ein Berater am Ende die simple Frage gestellt: Sind die Abläufe jetzt einfacher? Geht es jetzt leichter?

Kleiner, stiller, weniger ist für mich auch eine Aufforderung, meine Arbeit und mein Leben einfacher zu gestalten. Dem steht oft mein eigener Perfektionsdrang im Weg. Dieser Perfektionsdrang ist ein Zeitfresser und ein Effizienzkiller. Gerade in der Selbstständigkeit gilt: Done is better than perfect! 80% sind genug. D.h. nicht, dass ich schlampig arbeiten sollte oder gar halb fertiges auf den Markt bringen sollte. Es geht darum den eigenen Perfektionsdrang im Zaum zu halten. Setz dir selbst klare Grenzen und definiere wieviel Zeit du für die Erledigung einer Aufgabe verwenden möchtest.

Perfektion entsteht nicht dadurch, dass ich an der Erledigung einer einzelnen Aufgabe möglichst lange herum tüftle. Und vielleicht nicht fertig werde. Perfektion entsteht durch Wiederholung der Tätigkeit. Daher sollte ich mich und das was ich tue nicht ständig neu erfinden. Sondern ich sollte an der Optimierung meiner bestehenden Prozesse und Abläufe arbeiten. Das kann ich am besten, indem ich Klarheit habe, was meine Prioritäten sind. Bei der Erledigung deiner Aufgaben achte darauf, möglichst  einfach und smart zu agieren.

Es erscheint mir etwas paradox, dass das wozu ich 2020 gezwungen wurde, kleiner, stiller, weniger sich als Jahresmotto für 2021 eigenen sollte. Einmal mehr bewahrheitet sich die Aussage:

„Es hängt davon ab, welche Bedeutung wir den Ereignissen um uns geben.“

 

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

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