Grama Schwaighofer Vondrak

778 437 Heimo Runggaldier

„Interessante Persönlichkeiten kennen zu lernen, ist unsere Hauptmotivation für die Partnerschaft mit COCOQUADRAT“
– Philip Vondrak

Als im Sommer 2016 die Idee geboren wurde, ein Businesspartner Programm im COCOQUADRAT zu starten, war Philip Vondrak von Grama Schwaighofer Vondrak Rechtsanwälte GmbH einer der ersten Ansprechpartner. Schon nach dem ersten Termin kam die Rückmeldung: „Ja, da sind wir dabei.“ Einfach und unkompliziert, so stellt sich die Anwaltskanzlei dar, kurze Entscheidungswege und eine flache Hierarchie.

16-10-12-cocoquadrat-interview_c-anna-konrath_web-01

Wolfgang Bretschko führte eine Gespräch mit Philip Vondrak und Bernd Grama. Hier ein Auszug zu den Themen:

• Wie gründet man eine Anwaltskanzlei?
• Was kann man sich als GründerIn von einem Anwalt erwarten?
• Was kann eine Businesspartnerschaft für eine Anwaltskanzlei bringen?

Wolfgang (W): Cocoquadrat ist eine Neugründung, wir haben seit gut einem Jahr geöffnet. Ihr habt euer Unternehmen vor fünf Jahren gegründet. Was war eure Geschäftsidee?

Philip Vondrak (PV): Die Geschäftsidee als solche war simpel: Rechtsberatung mit dem Service und der Qualität einer großen Kanzlei. Und das in einer kleinen kosteneffiziente Struktur umgesetzt. Darum auch der Zusammenschluss von lauter Leuten, die aus einer großen Kanzlei kommen, die Hintergründe kennen und deswegen die Qualität liefern können, die Klienten von einer Großkanzlei gewohnt sind.

Bernd Grama (BG): Ja, bei uns haben alle Klienten Partner Attention. Das wäre bei einer Großkanzlei nicht denkbar. In der kleinen Struktur können wir das gewährleisten. Wir liefern das know-how und Service einer Großkanzlei mit eben dieser persönliche Betreuung.

W: Ihr habt unlängst euren fünften Geburtstag gefeiert. Gratulation! Wenn ihr jetzt zurückblickt: Was waren die Hindernisse am Weg?

PV: Die größte Herausforderung war, den ersten Schritt zu machen, die Leute zu bündeln, offen darüber zu sprechen, etwas anderes zu machen und schließlich eine eigene Kanzlei aufzumachen.

BG: Die ersten Monate waren mühsam. Wir hatten nur eine Sekretärin und waren Untermieter in einer anderen Kanzlei. Die Klienten durften von all dem natürlich nichts spüren.

W: Ihr habt zu dritt gegründet. Könnte es nicht auch ein Vorteil sein, allein zu gründen und zu entscheiden?

PV: Ich glaube, es ist ein Vorteil zu dritt zu sein. Schon allein, weil man auf mehrere Kompetenzen zurückgreifen kann.

BG: Ja, wir hatte von Anfang an eine gute Arbeitsteilung. Phillip ist mit seiner Steuerexpertise mehr oder minder der Zahlenfuchs, der auch den Businessplan erstell hat. Jeder hatte die Möglichkeiten, seine Stärken einzubringen. Das war eine sehr gute Kombination.

16-10-12-cocoquadrat-interview_c-anna-konrath_web-07

W: Wie lang hat es gedauert, bis ihr gemerkt habt, dass die Anfangshürden überstanden sind und es rund läuft?

PV: Nicht lange. Im September 2011 sind wir live gegangen. Die Klienten waren damals sehr verständnisvoll und haben die Situation durchaus verstanden. Gerade am Start gab es die eine oder andere Vorauszahlung, über die man vielleicht sonst nicht gesprochen hätte. Nach vier Monaten haben wir gemerkt: es läuft.

G: Für mich ist es definitiv der Jahreswechsel gewesen. Nachdem ich gesehen habe, wie es von September bis Dezember gelaufen ist, war mir klar, es wird auch im Jänner weiter gut laufen. Davor hatte ich manchmal die Sorge, das Geschäft könnte abreißen.

W: Wo seht ihr eure Kanzlei in fünf Jahren?

V: Wir setzen bewusst auf organisches Wachstum, wir planen keine großen Abwerbeaktionen von Partnern von anderen Kanzleien. Wir haben schon eine kritische Größe, mit der wir Vieles abbilden können.

W: Also nicht Wachstum um jeden Preis?

G: Ich glaube, wenn man zu groß wird, verliert man wieder diese Flexibilität, die uns jetzt auszeichnet.

W: Welche Rolle spielt der Anwalt im Gründungsprozess heute?

PV: Die klassische Rolle ist: man gründet die Gesellschaft, macht vielleicht ein bisschen Rechtsformberatung und klärt die ein oder andere steuerliche Frage. Was wir verstärkt merken, dass zu uns durchaus auch Leute mit einem Businessplan kommen und darüber sprechen wollen. Einerseits brauchen sie rechtlichen Rat und andererseits wollen sie auch wissen, wie sie an Investoren kommen. Dabei geht es um eine umfassende Beratung, die über das rein Rechtliche hinausgeht.

W: Das klingt mehr nach Gründungsberatung?

PV: Das passiert immer häufiger. Das funktioniert in einer großen Kanzlei sicher schwieriger, weil dort natürlich stark gemessen wird, wie viel Zeit verbracht und was dafür verrechnet wird. In der  kleineren Struktur können wir uns den Luxus leisten, uns solche Fälle genauer anzuschauen, ohne gleich an die Verrechnung zu denken.

BG: Außerdem haben wir aufgrund unseres Klientennetzwerkes immer wieder Ideen, wer potentiell als Investor zu einer Geschäftsidee passen könnte.

16-10-12-cocoquadrat-interview_c-anna-konrath_web-14

W: Ihr erfüllt eine Drehscheibenfunktion?

B: Genau.

PV: Oft ergeben sich ganz selbstverständlich Synergien. Vor kurzem kam ein Gründer aus dem High-Tech Bereich rund um das Thema Holz zu uns. Wir haben einen Klienten, der sehr erfolgreich über Jahre schon im Bereich der Holzwirtschaft tätig ist. Da lag es auf der Hand, die beiden zusammen zu bringen.

W: Wir starten nun gemeinsam eine engere Zusammenarbeit. In einem erster Schritt bieten wir einmal im Monat einen Rechtsnachmittag an, an dem ihr zu rechtlichen Fragestellung Auskunft geben werdet. Was erwarten ihr euch von der Zusammenarbeit mit COCOQUADRAT?

PV: Wir wollen junge, interessante, unternehmerische Persönlichkeiten kennen lernen. Unsere Hauptsmotivation ist es, spannende Ideen zu hören und herauszufinden, wo wir den Leuten helfen können. Und das nicht nur auf der rechtlichen Ebene.

BG: Ich würde das genau so sehen. Ich glaube, dass die Gründerszene in Österreich in den letzten Jahren einen gewaltigen Aufschwung erfahren hat. Wir wollen uns in dieser Szene als junge, flexible Kanzlei etablieren. Dafür ist unsere Partnerschaft mit COCOQUADRAT perfekt geeignet.

W: Herzlichen Dank für das Gespräch