Entspann dich: 5 Tipps wie du besser abschalten kannst

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Entspann dich: 5 Tipps wie du besser abschalten kannst

von Wolfgang Bretschko

Ein verlängertes Wochenende liegt hinter uns. Das Wetter war einladend, der Sommer hat an die Tür geklopft, die Temperaturen waren angenehm warm. Ideale Bedingungen, um zu entspannen und die Seele baumeln zu lassen. Solche zeitlichen Inseln sind Tage, an denen wir dem Geschäftsalltag ein wenig entfliehen können, die Sorgen hinter uns lassen und Energie für die kommenden Wochen tanken können. Vom Historiker John Robert Seeley stammt das Zitat:

Die größte Stärke großer Menschen liegt in ihrer Fähigkeit auszuruhen. Bange Erwartung, Unruhe, sich graue Haare wachsen lassen – das sind Zeichen der Schwäche.

Gelebt hat Seeley von 1834 bis 1895, lange bevor durch das Internet und das Smartphone unser Leben massiv beschleunigt wurde. Internet und Smartphone schaffen eine „Allways On“ Kultur, wir sind praktisch immer erreichbar, immer verfügbar. Studien zeigen, dass fast 2/3 das Handy am Abend nicht ausschalten und mit ins Schlafzimmer nehmen. Der erste Griff am Morgen führt für viele zum Smartphone. Wir sind ständig mit der Welt und unserer Arbeit verbunden. Die zeitlichen Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit verschwimmen immer mehr. Der aktuelle Trend (bzw. Zwang) zum Homeoffice löst die örtlichen Grenzen zwischen Arbeitswelt und unserem Privatleben auf.

Was wir brauchen sind Inseln der Entspannung. Abschalten zu können bekommt heute eine neue Bedeutung. Indem wir das Smartphone abschalten und die Verbindung zum Internet kappen schaffen wir die Voraussetzung für Inseln der Entspannung.

Pang und Soojung schreiben in ihrem Buch „Pause: Tue weniger, erreiche mehr“:  Die heutige Arbeitswelt schätzt Überarbeitung, selbst wenn diese kontraproduktiv ist; und den Vier-Stunden-Tag verachtet sie als zu lasch, selbst wenn er für überzeugendere Ergebnisse sorgt. Aber man erschafft nichts Großes, wenn man bis zum Schluss rennt; große Dinge wird man eher vollbringen, wenn man in strategisch günstigen Momenten pausiert und die Arbeit am nächsten Tag fortsetzt.

Pausen sind integrale Bestandteile eines produktiven Arbeitstages und einer erfolgreichen  Arbeitswoche. Wir brauchen die Fähigkeit zum Abschalten um kreativ, produktiv und erfolgreich sein zu können.

Die gute Nachricht: Abschalten können wir lernen und trainieren.

Tipp 1: Gib dir die Erlaubnis abzuschalten

Wenn der Druck besonders groß ist, glaube ich, ich kann es mir nicht leisten eine Pause zu machen, ein freies Wochenende einzulegen. Das Gegenteil ist der Fall. Auch das Abschalten-Können beginnt im Kopf. Gerade in solchen Phasen ist es wichtig sich selbstbewusst die Erlaubnis zu geben eine Pause zu machen. Grenzen zu setzen und nein zu sagen, nein zu noch mehr arbeiten.

Ja! Ich gönne mir jetzt eine Pause. Ja! Ich habe sie verdient.

Als ich im heurigen Winter mit einem erfahrenen Skitourengeher eine Tour gemacht habe, ist mir aufgefallen, dass er bewusst immer wieder eine Pause eingelegt hat und zwar bevor ich zu erschöpft war, um weiter zu gehen. Er hatte meine konditionellen Fähigkeiten im Blick und achtete darauf, dass ich mit meinen Kräfte haushalte. Die Botschaft, die ich von dieser Tour mitgenommen habe: Ich schaue auf mich und teile mir meine Kräfte gut ein, damit ich nicht an dem Punkt anlange, wo ich am Ende meiner Kräfte bin. Ich bin für mich verantwortlich.

 Tipp 2: Plane Pausen ein

Eine kluge Planung ist die Basis für einen erfolgreichen Tag und eine erfolgreiche Woche. Zu einer klugen Planung gehört auch bewusst Pausen einzuplanen und diese über den Tag, die Woche und das Monat zu verteilen. Um längere Arbeitseinheiten zeitlich zu strukturieren und auf die Pausen nicht zu vergessen eignet sich die Pomodoro-Technik. Bei dieser Methode wird die Arbeit in 25 Minuten Arbeitseinheiten unterteilt. Nach jeder dieser Arbeitseinheiten wird eine fünfminütige Pause gemacht. Nach vier Arbeitseinheiten kommt dann eine längere Pause von 25 Minuten.

Ich habe mir angewöhnt nach 4 bis max. 5 Stunden eine längere Pause von 1 bis 1 1/2 Stunden einzulegen. Wobei ich die Pause nicht als lästige Unterbrechung der Arbeit sehe, sondern als Insel der Erholung. Wenn ich zu Hause bin gönne ich mir auch einen kurzen Schlaf. Danach starte ich ausgeruht in den Nachmittag.

 Tipp 3: Gehe raus in die Natur und bewege dich

Nach einer längeren Arbeitseinheit tut Bewegung sehr gut. Ein Spaziergang im Freien, in der Natur, hilft die Gedanken zu lüften und zu klären, danach fällt das Arbeiten wieder leichter. Man kann das Gehen auch bewusst in den Tagesablauf einplanen und zum Beispiel die U-Bahn- oder Straßenbahnfahrt eine Station früher zu beenden. Für mich ist Laufen eine Quelle, um immer wieder abzuschalten und zu entspannen. Selbst wenn ich während des Laufens in Gedanken versunken bin und Probleme wälze fühle ich mich danach besser und bin wieder voller Tatendrang.

Tipp 4: Nutze die Kraft des Schreibens

Das Verfassen meiner Tagebucheinträge gehört für mich zu den bestens Entspannungstechniken. Frei von der Leber weg alles niederzuschreiben, was mich gerade bewegt oder beschäftigt, macht meinen Geist freier. Oft schreibe ich am Abend einen kurzen Eintrag, manchmal am Morgen. Es kommt auch vor, dass ich mitten in der Nacht aufstehe, wenn ich nicht schlafen kann und mich hinsetze und einfach drauflos schreibe. Das Schreiben hilft einfach los zu werden was mich belastet und einen freien Kopf zu bekommen.

Tipp 5: Beende den Tag, die Woche bewusst

Alle Fenster am Laptop zu schließen und den Computer bewusst herunterfahren und auszuschalten ist ein Ritual, um den Tag bewusst zu beenden. Solche Rituale signalisieren mir, jetzt ist genug gearbeitet, jetzt ist Feierabend. Zeit, um mich zu entspannen. Dazu gehört auch das Smartphone auszuschalten. Gerade wenn die Arbeitswelt und das Privatleben im Homeoffice immer mehr verschwimmen, ist es wichtig, klare Abgrenzungen vorzunehmen.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Da alles schon gedacht und gesagt wurde, hier die Quellen und Ressourcen die mich zu diesem Blogbeitrag inspiriert haben:
Buchtipp: Pang, Alex / Soojung-Kim „Pause: Tue weniger, erreiche mehr“ Arkana
https://www.gluecksdetektiv.de/zur-ruhe-kommen/
https://www.impulse.de/management/selbstmanagement-erfolg/abschalten-lernen/2024265.html

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