Die magische Kraft des Handelns: Plan your work, and work your plan

960 640 Wolfgang (Cocoquadrat)

„Sei mit Deinen Gedanken nur bei dem, was gerade jetzt zu tun ist.“ (Marc Aurel)

Zu den beiden meistgelesen Blogposts gehören mein Beitrag über „Die Macht von Träumen“ und „Die magische Kraft von Zielen“.  Angeregt durch das Interesse unserer Community, möchte ich gerne an diese zwei Blogbeiträge anschließen und mich mit der konkreten Umsetzung im täglichen Tun beschäftigen.

 

In der Umsetzung liegt der Schlüssel zum Erfolg. Es hängt davon ab, was  wir täglich für die Umsetzung unserer Ziele konkret tun. Bringen mich meine täglichen Aktivitäten der Realisierung meiner Ziele näher. Setze ich die richtigen Prioritäten, um meine Vision zu realisieren. Gestalte ich meine Tage aktiv in Richtung Realisierung meiner Ziele oder lasse ich mich von dem treiben, was meine Mailbox und die Social Media Kanäle Tag für Tag so anspülen. Bin ich Herr/Frau der Lage oder lasse ich mich von aktuellen Ereignissen ablenken und bin am Ende des Tages erschöpft, weiß aber nicht, was ich genau erledigt habe und ob ich der Realisierung meiner Ziele wesentliche Schritte näher gekommen bin.

Der einzige Augenblick, in dem ich wirksam werden kann, ist das Hier und Jetzt, daher ist es wichtig, diesen Augenblick aktiv zu planen und zu gestalten.

Wie schaffe ich es mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren und auf das Wesentliche zu fokussieren?
Ein paar einfache und pragmatische Zugänge helfen mir meinen Zielen  und Visionen täglich näher zu kommen.

1.) Mein Morgenritual: „Plan your day, own your day“

Ich starte bewußt in den Tag. Ich nehme mir jeden Tag, bevor ich mit dem „Abarbeiten“ starte, 5 bis maximal 10 Minuten Zeit, um den Tag aktiv zu planen. Ein Blick auf den Terminkalender zeigt mir welche Termine ich für heute vereinbart, was ich zu erwarten und wieviel Zeit ich habe, um die Themen meiner Todo-Liste abzuarbeiten. Was ist von gestern unerledigt gebeliebt, was ich gerne heute noch erledigen möchte? Welche Themen möchte ich heute erledigen? Habe ich dafür genügend Zeit? Eine gute Strukturierung des Tages sorgt dafür, dass ich am Abend zufrieden mein Tageswerk beenden kann und nicht das Gefühl habe, meinen Aufgaben ständig hinterher zu rennen. Je öfter ich das mache, desto besser kann ich einschätzen, wie lange ich für gewisse Tätigkeiten brauche.

Sich täglich zu fordern hilft, die eigenen Ziele zu erreichen.
Sich täglich zu überfordern, führt zu Frustration und senkt auf Dauer die Leistungsfähigkeit.

Nach 5 bis maximal 10 Minuten habe ich die Schwerpunkte für den Tag festgelegt, ich weiß, was ich erreichen möchte und kann mit dem Abarbeiten beginnen.

2.) Meine Inbox: Jedes Mail wird nur einmal angegriffen

Ich vermeide es meine Inbox zu checken, bevor ich meinen Tag geplant habe. Ich will meinen Tag aktiv gestalten und möchte mich nicht von vermeintlichen Aktualitäten unter Druck setzen lassen. Ich reserviere zwei Timeslots pro Tag, an denen ich meine Emails bearbeite. Die größte Produktivitätssteigerung habe ich bei der Abarbeitung meiner Emails dadurch erreicht, dass ich jedes Mail nur einmal angreife und dann entscheide, was ich damit mache, archivieren, antworten oder falls es längere Zeit braucht um es zu beantworten leite ich das Mail in die Inbox meiner Todo-Liste weiter.

90% aller Mails lassen sich sofort erledigen (archivieren oder beantworten).

Ich war es lange gewohnt, meine Inbox immer wieder zu checken, kurz mal zu überfliegen, ein, zwei Mails zu beantworten, den Rest unbeantwortet bzw. unbearbeitet zu lassen. Das führte im Ergebnis dazu, dass ich ein Mail oft mehrmals am Tag öffnete bevor ich es bearbeitete, damit war  ich immer wieder abgelenkt. Insbesondere Mails über deren Inhalt ich mich ärgere, werden mit dieser Methode immer wieder „aufgewärmt“, belasten mich und diese Methode frisst vor allem Zeit.

3.) Mit Fokus und Konzentration durch den Tag

Jeder von uns kennt diese Standardsituation: Während eines Termins der obligatorische Griff zum Smartphone. Immer wieder Mails checken, dann wieder zu Facebook und Twitter wechseln,  oder einmal kurz nachschauen, was es Neues auf derstandard.at gibt. Ähnlich agierte ich, wenn ich an einer Präsentation, einem Angebot oder einem Blogpost arbeitete. Das Ergebnis: nichts wird wirklich fertig, ich fühle mich unproduktiv und bin hin- und hergerissen zwischen unterschiedlichen Aktivitäten. Multitasking funktioniert einfach nicht, dazu gibt es nicht viel mehr zu sagen. Die größte Produktivitätsreserve steckt in der Art und Weise wie wir unsere Aufgaben erledigen. Für mich bedeutet das volle Konzentration auf die Tätigkeit, die ich gerade jetzt erledige. Dafür nehme ich mir die notwendige Zeit und konzentriere mich zu 100% darauf ohne mich ablenken zu lassen. Das Ergebnis eine deutliche Steigerung der Produktivität. An dieser Stelle ein kleiner Selbsttest. Konzentriere dich gleich beim nächsten Mail, das du beantwortest oder schreibst voll und ganz auf diese Tätigkeit, auf den Inhalt, auf die Tastatur deines Laptop, blende alles rechts und links von dir aus. Du wirst merken, dass du schneller bist und weniger Tippfehler machst. Konzentriere dich beim nächsten  Kundentermin voll und ganz auf dein Gegenüber, dein Gegenüber und du werden den Unterschied merken.

Im Kleinen wie im Großen: Fokus und Konzentration bewirken kleine Alltagswunder, die in der Summe zu einer deutlichen Steigerung deines Output führen und damit zu mehr Zufriedenheit.

4.) Mein Abendritual: Die tägliche Kurzreflexion

So wie ich den Arbeitstag bewußt beginne, beende ich ihn auch bewußt. Ich nehme mir wieder 5 bis maximal 10 Minuten Zeit, um den Tag Revue passieren zu lassen. Was ist unerledigt geblieben? Was hat deutlich länger gedauert als geplant und warum? Womit habe ich mir schwer getan?

Der Tagesabschluss ist meine private Manöverkritik. Eine tägliche kleine Reflexionsschleife.

Konsequent umgesetzt führt diese Übung zu aktiven Lernen und mehr Produktivität. So brauche ich täglich in Summe am Morgen und am Abend 10 bis max. 20 Minuten, um auf Kurs zu bleiben und aktiv an meinen Zielen zu arbeiten und so Tag für Tag meiner Vision näher zu kommen.

  • Es ist erfüllend eine motivierende Vision zu haben oder an ihr mitzuwirken.
  • Ziele und Maßnahmen bringen uns der Vision mit jedem Tag einen Stück näher.
  • Das Herzstück dabei ist die Art und Weise, wie wir unseren Tag gestalten.
  • Ich entscheide jeden Tag, ob ich meiner Vision einen Schritt näher komme oder mich von ihr entferne.
  • Ich entscheide, ob ich den Tag und mein Leben aktiv gestalte oder mich von den Ereignissen treiben lasse.

Danke fürs Lesen und deine Zeit, wenn dir der Beitrag gefallen hat, kannst du ihn gerne weiterleiten. Wenn dich ein Gedanke länger beschäftigt, kannst du mir gerne schreiben oder mich einfach im COCOQUADRAT ansprechen. Ich antworte auf Mails nicht immer sofort aber dafür persönlich und konzentriert.

Ich wünsche dir schöne und erfüllende Tage,
Wolfgang

#gründenmit40plus #speedcoaching

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung
Mehr Infos zu Wolfgang Bretschko: www.coco360.at