Auf Sicht Fahren! Wie mit dem Corona Virus umgehen?

1080 540 Wolfgang (Cocoquadrat)

In diesem Blogbeitrag erfährst du,

  • warum Angst nichts Falsches ist
  • wann es Zeit ist auf Sicht zu fahren
  • warum es wichtig ist dir deine eigene Meinung zu bilden

Auf Sicht Fahren! Wie mit dem Corona Virus umgehen?

von Wolfgang Bretschko

Der Kommentar im Standard ist keine Woche alt und dennoch wirkt die Schlagzeile wie aus einer anderen Zeit. Inzwischen sind Universitäten, Schulen, Bars, Restaurant, Cafés und viele Geschäfte geschlossen. Veranstaltungen sind abgesagt. Was vor einer Woche noch kaum vorstellbar war ist heute Realität. Selten ändert sich die Welt um uns in so einem Tempo. Ich merke wie mich das fordert und teilweise auch überfordert.

Unser aller Leben kann sich von einem Moment auf den anderen ändern. Wir wissen das und dennoch ist uns diese Erkenntnis meist (Gott sei Dank) sehr fern. Seit Jänner begleitet uns das Corona Virus. Zunächst konnten wir die Entwicklung noch aus „sicherer“ Entfernung beobachten. Schritt für Schritt kam uns das Virus nicht nur geographisch näher. Als es in Italien, in Venedig, in Triest ankam, war es spätestens in unsere Lebenswelt eingedrungen.

Das Corona Virus ist mitten unter uns. Jeder von uns ist von den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus unmittelbar betroffen. Neben der Sorge um die Gesundheit, jener unserer Nächsten und der eigenen, kommt die Angst und Unsicherheit vor den wirtschaftlichen Folgen, die aktuell nicht abschätzbar sind.

Unsicherheit und Angst machen sich breit.

Wie kann ich mit dieser Situation umgehen?

Akzeptieren was ist?

Das Virus ist da. Es wird so schnell nicht wieder verschwinden. Wir (Ich) werden lernen müssen, mit dem Virus und den Folgen zu leben. Vielleicht entspannt sich die Situation in einem Monat, vielleicht in drei. Keiner kann es mit Sicherheit sagen.

Die Maßnahmen der Regierung sind einschneidend und betreffen uns alle. Ich kann ihnen zustimmen oder ich kann sie für überzogen halten, ändern kann ich sie nicht.

Ich habe Angst um meine Kinder, meine Familie, meine Eltern. Diese Angst ist da und sie ist normal, es ist nichts Falsches daran. Wir alle wissen, wie sich das im Magen anfühlt. Menschen, die so tun, als ob sie das alles nichts angehen würde und kalt lässt, haben keinen Kontakt zu ihren Gefühlen und zur Realität.

Wie es wirtschaftlich weiter geht, wie lange wir in Schockstarre verharren werden, weiß ich nicht und weiß niemand. Viele Fragezeichen, viel Unsicherheit. Es ist wie es ist. Ich kann mich gegen die Realität, gegen meine Gefühle stemmen oder die Situation so annehmen wie sie ist. Ich kann meine Angst akzeptieren und mit der Unsicherheit leben (lernen).

Auf Sicht fahren!

Eine Management-Weisheit sagt:

„Wenn die Situation unübersichtlich wird, dann fahre auf Sicht. Geh runter vom Gas!“

Im Konkreten Fall heißt das, agieren aber nicht überreagieren, die Situation täglich neu zu bewerten, weder in Schockstarre  noch in operative Hektik  zu verfallen. All zu leicht werfen wir Flinte ins Korn, aus berechtigter Sorge, weil alles den Bach runter gehen könnte. Es geht darum handlungsfähig zu bleiben und das ist nicht einfach!

Dafür ist es besonders wichtig sich eine eigene Meinung zu bilden. Dabei hat mir der Kommentar im Standard geholfen um das rechte Maß bei der Bewertung der Situation zu finden.

Redl zeichnet ein differenziertes Bild. Da sind einerseits die Maßnahmen der Regierung, die das Ziel haben eine unkontrollierte Ausbreitung und eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden. Und da ist andererseits das Risiko für jeden Einzelnen, die Angst der Menschen um ihr eigenes Leben und im ihre Existenz.

„Zwischen beidem zu unterscheiden fällt vielen schwer. Auch wenn die öffentliche Wahrnehmung eine andere ist, nach wie vor gilt: Die Wahrscheinlichkeit, sich in Österreich anzustecken, ist gering. Von der Berichterstattung auf eine Gefahr für sich selbst zu schließen ist so, als ob man fest mit einem Lottogewinn rechnet. Und das dürften die wenigsten tun. Es gibt keinen Grund, sich wie ein Eremit einzuigeln. Fürchten muss man sich nicht.“

Wenn die Situation unübersichtlich wird, hilft ein differenziertes Bild, die Lage besser einschätzen zu können. Holzschnittartige Simplifizierungen Marke Trump sind in diesem Zusammenhang kontraproduktiv.

Bilde dir eine eigene Meinung und mache diese Meinung zur Basis deines Handelns.

Das Positive suchen!

Es mag abgedroschen und für manche naiv klingen, aber auch diese Krise birgt Chancen. Dabei ist wichtig, bewusst nach Chancen zu suchen, denn offensichtlich sind sie nicht. Dabei kann es hilfreich sein, sich vom negativen Strom der täglichen Nachrichten zu distanzieren. Es ist eine Frage der Fokussierung. Lasse ich nur Negativbotschaften an mich heran oder suche ich bewusst auch Positives. In Zeiten wie diesen ist das schwere Arbeit, weil wir von Negativbotschaften bombardiert werden. Aber nicht nur Negatives wie das Virus bereitet sich exponentiell aus, auch Positives kann sich exponentiell seinen Weg bahnen.

Die Welt wird nicht untergehen, die Wirtschaft wird eine Zeit lang schrumpfen, wir alle werden uns anpassen und wir werden uns erholen.

Alles Gute für die kommenden Wochen! Bleib gesund!

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entreprenuer

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