10 Tipps, wie du mentale Stärke trainieren kannst

550 210 Wolfgang (Cocoquadrat)

10 Tipps, wie du mentale Stärke trainieren kannst

von Wolfgang Bretschko

Letzten Winter habe ich auf der Skipiste eine Hubschrauberbergung miterlebt. Wir wurden auf einer Querfahrt angehalten und schon hörten wir den Hubschrauber. Ein Mitarbeiter der Bergbahnen kniete sich nieder und wies den Hubschrauber gekonnt ein, der dann gefühlt keine 50 Zentimeter von dem Mitarbeiter entfernt landete. Der Lärm war ohrenbetäubend, der Schnee staubte gewaltig, die Rotorblätter kamen zum Stillstand, der Hubschrauber war gelandet. Ein perfektes Zusammenspiel zwischen Piloten und dem einweisenden Mitarbeiter, Präzisionsarbeit. Ich dachte mir, da braucht es Nerven wie Drahtseile. Es gibt Situationen wie diese, wo mentale Stärke notwendig ist und auch sichtbar wird. Der Einweisende und der Pilot müssen sich aufeinander verlassen können und im Moment ihre jeweilige Leistung auf den Punkt bringen.

Wir alle kennen Situationen, wo es darauf ankommt Nerven zu bewahren und die eigene Leistung auf den Punkt zu bringen. Eine Präsentation vor potentiellen Investoren steht an. Der Termin bei der Bank, wo es um den dringend notwendigen Kredit geht. Der erste Termin mit einem wichtigen Kunden, bei dem wir eine besonders gute Figur machen möchte. In all diesen Situationen kommt es darauf an Nerven zu bewahren. Wer in solchen Situationen einen kühlen Kopf bewahrt, von dem/der meinen wir, er/sie hat Nerven wie Drahtseile, er/sie besitzt mentale Stärke.

Weder der Hubschrauberpilot noch der Mitarbeiter der Bergbahnen werden die oben beschriebene Situation zum ersten Mal erlebt und bewältigt haben. Sie werden diese Situation wahrscheinlich sehr oft im Trockentraining geübt haben. Sie werden sich fit halten, damit sie, wenn es darauf ankommt ihre Leistung bringen können.

Mentale Stärke fällt weder vom Himmel, noch ist es eine angeborene Fähigkeit, wir können sie trainieren. Wir können täglich einiges tun, damit wir darauf zurückgreifen können, wenn es darauf ankommt. Die folgende Aufzählung stellt eine persönliche Auswahl der Möglichkeiten dar, wie ich auf meine mentale Fitness achte und meine mentale Stärke trainiere.

#Denken

    • Trainiere dein Gehirn auf Positives zu achten
    • Führe deinen inneren Dialog durch Fragen
    • Leiste Widerstand gegen negative Gedanken
    • Aktiviere angenehme Gefühle
    • Schau zurück auf das, was in ähnlichen Situationen geholfen hat
    • Sei stolz auf deine Erfolge
    • Akzeptiere was ist

#Tun

    • Erstelle eine Sinn-Notiz
    • Packe den Stier bei den Hörnern
    • Hole dir Hilfe, wenn du sie brauchst

Eine optimistische Grundeinstellung und eine konstruktive innere Haltung bestimmen unser Lebensgefühl weit mehr als äußere Sicherheiten.

Wetzel, Sylvia. Lass los, was dich beschwert / Verlag Herder

Trainiere dein Gehirn auf Positives zu achten
Unser Gehirn ist auf die Wahrnehmung von Gefahren konditioniert. Negatives wir besser erinnert als Positives. Daher nimm dir jeden Tag 5 Minuten Zeit, um bewusst nach den positiven Momenten, Erlebnissen, Ereignissen des Tages zu suchen. Du entwickelst einen anderen Blick auf den Tag und die Welt. Du sorgst für eine gesunde Portion Optimismus.

Führe deinen inneren Dialog durch Fragen
Oft liefern wir uns unseren inneren Kritikern aus und stellen dem nichts entgegen. Auch für den inneren Dialog gilt, wer fragt der führt. Durch Fragen kannst du deinen inneren Dialog in eine positive Richtung lenken und deine inneren Kritiker in die Schranken weisen.

Leiste Widerstand gegen negative Gedanken
Negative Gedanken entstehen im Kopf. Lasse negative Gedanken nicht wie Unkraut wuchern, nimm sie wahr und setze ihnen etwas entgegen. Versuche negative Gedanken durch positive Gedanken zu entschärfen oder aufzulösen. Du bestimmst den Fokus deiner Wahrnehmungen.

Aktiviere angenehmen Gefühle
Wenn wir schlecht drauf sind, könne wir ganz bewusst positive Gefühle aktivieren. Wir erinnern uns an eine angenehme Situation, an ein Gespräch, das sehr gut verlaufen ist, an einen besonders schönen Moment. Wir können die Gefühle zurückholen, die wir damals hatten. Wir lenken unsere Aufmerksamkeit weg von den aktuell negativen Gefühlen. Wie Gewitterwolken am Himmel, die sich verziehen, gehen auch negative Gefühle vorüber.

Schau zurück auf das, was in ähnlichen Situationen geholfen hat
Du wärst nicht da wo du bist, wenn du nicht schon sehr viele Situationen positiv bewältigt hättest. Daher schau zurück auf ähnliche Situationen, die du meistern konntest und erinnere dich wie du sie angegangen bist. Nutze die Erinnerung als Ressource für die aktuelle Situation.

Sei stolz auf deine Erfolge
Vergangene Erfolge sind der Humus auf dem wir Zukünftige aufbauen können. Wenn du deinen Blick nach vorne richtest und dich auf neue Ziele fokussierst, vergiss nicht auf den Blick zurück, auf das was du erfolgreich bewältigt hast. Schärfe deinen Blick insbesondere für die kleinen Erfolge auf deinem Weg, sie sind die Basis für die großen Erfolge. Das stärkt dich bei der Verfolgung deiner Ziele.

Akzeptiere was ist
Probleme und Schwierigkeiten tauchen auf, sie sind Teil des Lebens und der Arbeitswelt. Es hilft nichts, wenn du sie ignorierst. Sie werden nicht von alleine verschwinden. Vielmehr haben ungelöste Probleme die Eigenschaft immer wieder aufzutauchen. Akzeptiere in einem ersten Schritt, dass es ein Problem gibt. Akzeptiere was ist. Sorge für etwas Abstand und suche dann nach einer Lösung.

»Du brauchst dich nie zu ärgern. Entweder kannst du etwas ändern, dann ändere es. Oder du kannst nichts ändern, dann hat es ebenfalls keinen Sinn, sich zu ärgern.«

Wetzel, Sylvia. Lass los, was dich beschwert / Herder Spektrum

Erstelle eine Sinn-Notiz
Sei dir immer im Klaren, warum du tust was du tust. Von Friedrich Nietzsche stammt die Aussage, „Wer ein Warum hat erträgt fast jedes wie.“

Schau in guten Zeiten auf dein Warum, damit du in schlechten Zeiten darauf zurückgreifen kannst. Erstelle deine persönliche Sinn-Notiz. Nimm dir einmal pro Quartal die Zeit, um dich mit deiner Sinn-Notiz zu beschäftigen und sie bei Bedarf zu aktualisieren.

Packe den Stier bei den Hörnern
Du kannst die Angst vor etwas am besten überwinden, indem du dich in die Situation begibst. Je öfter du eine Situation, die dir unangenehm ist, bewältigst, desto weniger belastend wird diese Situation in der Zukunft sein. Übung macht den Meister. Plane dir unangenehme Aufgaben gleich zu Beginn deines Arbeitstages ein.

Hole dir Hilfe, wenn du sie brauchst
Du musst nicht alles alleine lösen. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Schau in guten Zeiten darauf, dass du Beziehungen pflegst, die dich auch durch schlechte Zeiten begleiten und stützen.

 

Wolfgang Bretschko
Unternehmer aus Leidenschaft, Gründer COCOQUADRAT
Coach und Consultant mit langjähriger Managementerfahrung

#designyourlife #solopreneur #entrepreneur

 

Coaching-Angebote für dein Life & Business Design:

BEITRAG TEILEN:

Hinterlasse einen Kommentar

Deine Email-Adresse wird nicht veröffentlicht.

*

Diese Website verwendet Cookies - nähere Informationen dazu und zu Ihren Rechten als Benutzer finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.